Die Entdeckung der Langsamkeit

von Sten Nadolny ist eines meiner Lieblingsbücher und erinnert mich in der ungeheuren Hektik unserer Tage, daß das Langsame, Beschauliche, das Verweilen, das Betrachten, das Nachdenken, ja Kontemplation ganz wesentlich das Reisen bestimmen sollte.

Aber selbst die Reisemittel sind ja rasend schnell geworden. Dauerte eine Schiffsreise über den Atlantik früher ein paar Tage, so hüpfen wir heute in ein paar Stunden zum Shoppen nach New York oder weiß Gott wohin.

Klar, daß unsere Mobilität auch gute Seiten hat, das bestreitet keiner.

Eisenbahnen waren einst der große Fortschritt und verbanden die Welt miteinander. Als Schüler musste ich mit dem Zug und einer wunderschönen Dampflokomotive davor zur Schule fahren. Zum Glück gibt es in vielen Ländern der Erde noch die alten Eisenbahnen. Nostalgiezüge. Glacier Express, Transsibirische, Orientexpress, Alaska Railroad, Royal Scotsman...

Aber es muß ja nicht immer die ganz große Welt sein;

Pingelheini, Hasetalexpress, Seelter Foonkieker und andere klingen doch auch nicht schlecht. Reisevergnügen vor der Haustür. Und geldbeutelschonend.

Eisenbahn
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Kommentare: 3
  • #1

    Neunmalklug (Samstag, 05 April 2014 10:58)

    Eine etwas andere Reise:

    Zuhause, mit einem guten Buch und einem Becher Tee (wahlweise Rotwein) vor dem Kamin die Seele baumeln lassen

  • #2

    Neunalklug (Samstag, 05 April 2014 10:59)

    ... oder bei Sonnenschein in der Hängematte im Garten ...

  • #3

    Ferit (Sonntag, 20 April 2014 19:37)

    Ein schöner Gedanke Neunmalklug. Ja, auch ein Buch kann eine Reise sein.