Und kam die goldene Herbsteszeit...

 ... und die Birnen leuchteten weit und breit...

Ich weiß nicht, ob Fontanes Gedicht über den Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland aus dem Jahre 1889 heute noch in den Schulen vorkommt. Für mich ist es eine (positive) Erinnerung an meine Schulzeit und weite Teile des Gedichtes kann ich noch heute hersagen.

Kurz nach dem Mauerfall hatte ich den kleinen Ort Ribbeck besucht und nach dem Birnbaum Ausschau gehalten. Natürlich existiert der ursprüngliche Baum nicht mehr. Aber in einer Ecke vor der Kirche wuchs und wächst natürlich ein Birnbaum.

Ribbeck hat sich heutzutage herausgeputzt. Das Schloß, 1991 noch anderweitig belegt, ist heute wieder Schloß, mit einem kleinen Museum, einer hervorragenden Gastronomie, mit einem Park, in dem verschiedene Birnensorten kultiviert werden. Es gibt die alte Brennerei, die nicht nur Hochprozentiges herstellt und verkauft, die Kirche ist renoviert, in der alten Schule wird man verköstigt und die Ribbecker Heide lädt zu Wanderungen ein. Es gibt noch vieles zu entdecken.


Für mich ist der Ort (wie das ganze Havelland) ein Flecken Erde, der mich - obwohl nicht aus dem Havelland stammend - irgendwie an Heimat erinnert.


"...lütt Dirn, kumm man röwer, ich gev die ´ne Birn...!

So spendet Segen noch immer die Hand

der von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland."



Aquarell von Hans-Jürgen Gaudeck
Aquarell von Hans-Jürgen Gaudeck
Ribbeck
Kirche in Ribbeck
Havel
An der Havel

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